And the Oscar goes to… ?

Jeder Regisseur (und Filmverleih) möchte gerne diese magischen Worte in Verbindung mit seinem Film hören, und Summer Wars rückt ihnen ein kleines Stück näher.

Zu den Regeln der Academy Awards gehört, dass der Film an sieben aufeinanderfolgenden Tagen in einem Kino im Stadtgebiet von Los Angeles gezeigt werden muss, bevor er für eine Oscar-Nominierung in Frage kommt. Um diese Bedingung zu erfüllen, startet Summer Wars am 10. Dezember in einem Kino in Covina, einem Vorort von LA.

Summer Wars ist Mitte Oktober schon in Kalifornien gezeigt worden, auf dem Anaheim International Film Festival, wo er den Audience Award for Best Animation Feature gewonnen hat.

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Summer Wars in Hamburg

In Hamburg findet dieser Tage in der Galerie im Levantehaus die Ausstellung Photo meets Manga statt. Diese von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zu Hamburg ausgerichtete Ausstellung läuft vom 17. September bis 3. Oktober 2010. Zu den Sponsoren gehören die Verlage Carlsen, Tokyopop, der Manga Shop Berlin, die Veranstaltung Chisaicon und das Anime-Label Kazé.

Levantehaus Hamburg
Galerie im Obergeschoss
Mönckebergstraße 7
20095 Hamburg

Die Veranstaltung begleitend zeigt das nur wenige Häuser entfernte Passage Kino Hamburg vom 23.-26. September unseren Film Summer Wars.

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Von der Wirklichkeit eingeholt

Wie aktuell das in Summer Wars behandelte Thema ist, erleben wir dieser Tage in den Nachrichten: Ein mysteriöser Wurm namens Stuxnet geistert durch das Netz. Es wird spekuliert, ob dieser Computervirus von westlichen Geheimdiensten losgelassen wurde, um das iranische Atomprogramm zu sabotieren.

Spiegel Online über „den Wurm, der aus dem Nichts kam“.

Nachtrag:

Spiegel Online über die Fahndung nach den Schöpfern des Wurms.

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Summer Wars in Wien

Summer Wars wird auch in Österreich gezeigt. Auf dem /Slash Filmfestival wird der Film am Sonntag, den 26. September um 18 Uhr im Filmcasino Wien laufen. Dies ist die erste (und bislang einzige) Kinovorführung in Österreich.

Mehr Infos auf der offiziellen Homepage des Festivals.

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Noch mehr Pressereaktionen

Anlässlich des Kinostarts haben viele Medien landauf, landab über Summer Wars geschrieben. Hier einige der schönsten Zitate:

„Optisch faszinierendes Kräftemessen zwischen digitaler und analoger (Trick-)Welt.“

Cinema

„Hosodas fantasievolle Komödie mit den gelegentlich ernsten Untertönen besticht dabei mit komplexer Charakterzeichnung, predigt keine Moral und ist durch und durch so unterhaltsam wie intelligent: ein großes menschliches Entertainment.“

TIP

„Nach dem bereits sehr charmanten Das Mädchen, das durch die Zeit sprang hat Mamoru Hosoda nun endgültig seine Stimme als Anime-Auteur gefunden: Summer Wars ist ein epochales, extrem liebenswürdiges und ungemein spannendes Leinwandabenteuer, das die Vergangenheit und die Zukunft des Anime-Kinos kongenial vereint.“

Filmstarts.de

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Preview mit Filmgespräch in Berlin – Nachtrag

Vorgestern hat im Berliner Kino Babylon Mitte die Preview von Summer Wars stattgefunden. Beim anschließendem Filmgespräch. waren dabei (v.l.n.r.): Alex Brewka (2. Vorsitzender des MMC Berlin e.V.), Patrick Peltsch (Moderation), Florian Weghorn (stellvertretender Leiter der Berlinale Sektion Generation 14+) und Peter Bihr (Netzpiloten.de).

Die unterschiedlichen Interessenlagen haben zu einer vielfältigen Betrachtung und Bewertung von Summer Wars geführt, von dem Prozess, Animes zur Berlinale einzuladen, über das Fehlen einer deutschen Comic-Kultur bis hin zu Datenschutz-Bedenken bei Google und Facebook.

Florian Weghorn sprach weise Worte, die noch nach dem Ende der Veranstaltung nachwirkten. Auf die Frage, ob Summer Wars dafür sorgen wird, dass wir alle etwas mehr nachdenken über den Umgang mit unseren persönlichen Daten, antwortete er (sinngemäß):

„Ich sehe Summer Wars gar nicht so sehr als Warnung vor dem Internet. Wenn Summer Wars es schafft, dass wir alle etwas mehr über den Umgang mit unseren Familien nachdenken, haben wir viel gewonnen.“

Vielen Dank an alle Besucher und Teilnehmer des Podiums. Es war ein toller Abend!

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Koi-Koi!

Man kann Summer Wars natürlich auch verstehen, ohne das Spiel Koi Koi zu kennen, und doch kann es nicht schaden, sich damit vertraut zu machen – so wie der James-Bond-Film Casino Royale auch mehr Spaß macht, wenn man die Regeln der Poker-Variante Texas Hold ‚em kennt.

In Koi Koi finden wir Elemente sowohl eines Stichspiels (z.B. Skat), wie auch eines einfachen „Sammelspiels“ wie etwa Rommé oder Canasta – und des schon erwähnten Poker.

Vereinfacht gesagt geht es darum, eine Karte aus der Hand zu den 6-8 offenen Karten in der Tischmitte zu legen. Zeigt die eigene Karte die gleiche Kartenfarbe („Monat“ bei Hana Fuda) wie eine schon liegende Karte, darf man beide Karten nehmen und als Beute an die Seite legen. Das Ziel ist es, punktebringende Kombinationen zu erbeuten, zum Beispiel

  • „alle purpurnen Fahnen“ oder
  • „alle Fahnen mit Schrift“ oder
  • die Tiere „Reh, Wildschwein und Schmetterling“

(wobei all diese Karten zu verschiedenen Monaten gehören, was ein gleichzeitiges Erbeuten unmöglich macht und eben der Reiz des Spieles ist).

Besitzt ein Spieler am Ende seines Zuges eine solche Kombination, kann er entweder aufhören (und die Punkte kassieren) oder er ruft:

„Koi Koi!“

… und spielt weiter. Dadurch würde sich der Punktwert der nächsten Kombinationen, die er vielleicht erbeutet, verdoppeln – aber gleichzeitig steigt das Risiko, denn ein anderer Spieler bis dahin mehr Punkte macht und das Spiel beendet!

Womit sich zeigt, dass die Rechnung, ein Glückspiel-untaugliches Kartenspiel zu entwerfen, nicht aufgegangen ist…

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Rezension auf Radio Eins

Der Berliner Radiosender Radio Eins („Nur für Erwachsene“) hat heute früh in der Rubrik Favorit Film eine kurze Besprechung von Summer Wars gebracht. „Kino-King“ Knut Elstermann hat sich wieder einmal hinreißen lassen von der Bildgewalt des Films und erzählt auch ein wenig von dem Interview, das er anlässlich der Berlinale mit Regisseur Mamoru Hosoda geführt hat.
Favorit Film kann hier im Archiv von Radio Eins gehört werden. (Ich weiß aber nicht, wie lange…)

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Hana Fuda

Einem Kartenspiel kommt in dem Film Summer Wars eine besondere Rolle zu: Koi Koi.

Koi Koi wird mit traditionellen, japanischen Spielkarten gespielt, den so genannten Hana Fuda-Karten. Sie wurden Ende des 18. Jahrhunderts erfunden, als Reaktion auf die von den Portugiesen eingeführten europäischen Kartenspiele, die zu einem wahren Glückspielfieber geführt haben. Das Glückspiel und die westlichen Karten sind verboten worden, und als Ersatz wurden der Bevölkerung eigene Spielkarten mit landestypischen Motiven angeboten -und vor allem ohne Zahlenwerte, was eine Verwendung als Glückspiel ausschließen sollte.

Eine Karte in Originalgröße – 5,4 x 3,3 cm. Das Material unterscheidet sich stark von westlichen Spielkarten: Hana Fuda-Karten sind aus festem Karton und etwa 0,9 mm stark (zum Vergleich: halb so dick wie ein Memory-Kärtchen). Das Motiv und die dunkelbraune oder schwarze Kartenrückseite sind aus hauchdünnem Papier und sorgfältig um die Pappe herumgeklebt. Obwohl heutzutage gewiss maschinell gefertigt, fühlt sich jede einzelne Karte wie ein Stück Handarbeit an!

1889 wurde die Firma Nintendo gegründet und ihr erstes Produkt war – Hana Fuda! Bis heute fühlt sich Nintendo dieser Tradition verhaftet und stellt verschiedene Versionen der Hana Fuda-Karten her. Und spätestens hier wird deutlich, wie sich dieses alte Spiel in die Handlung des Films einreiht – der Widerstreit von Tradition und Moderne spiegelt sich aufs trefflichste in diesem Kartenspiel, und was bringt den zentralen Konflikt des Films genauer auf den Punkt, als wenn das Schicksal der Welt in einer Partie Koi Koi in einem virtuellen Raum gegen einen virtuellen Gegner ausgetragen wird…?

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Preview mit Filmgespräch in Berlin

Am Mittwoch, den 11.08.2010 lädt das Berliner Kino Babylon Mitte um 20 Uhr zu einer Preview von Summer Wars mit anschließendem Filmgespräch.

Als Gäste sind eingeladen:

  • Peter Bihr (Netzpiloten.de)
  • Alex Brewka (2. Vorsitzender des MMC Berlin e.V.)
  • Florian Weghorn (stellvertretender Leiter der Berlinale Sektion Generation 14+)
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